Schritt für Schritt die eigene Zukunft gestalten

Bürgermeister Steininger informiert über Befragungsaktionen im Rahmen des eingeleiteten Stadtentwicklungsprozesses ISEK

Die Gestaltung der eigenen Zukunft nicht anderen überlassen, sondern nach Möglichkeit weitgehend selbst beeinflussen - so lautet vereinfacht die Kurzformel für das von der Stadt eingeleitete Entwicklungsverfahren namens ISEK.
 
„ISEK Zwiesel“ – was verbirgt sich hinter dieser Wortschöpfung? „Das Integrierte Städtebauliche EntwicklungsKonzept könnte man gewissermaßen als städtebauliches Raumordnungsverfahren bezeichnen, das dazu dienen soll, der Stadt Zwiesel den richtigen Weg in die Zukunft aufzuzeigen, um als Einkaufsstadt mit hoher Kaufkraft, bedeutender Wirtschaftsstandort und touristisches Zentrum im Bayerischen Wald zu alter Stärke zurückzufinden“, erklärt Bürgermeister Franz Xaver Steininger (parteifrei) die Zielsetzung des eingeleiteten ISEK-Prozesses.

„Um eine Stadt unter mittlerweile völlig veränderten Voraussetzungen zukunftsfähig zu machen, ist es von entscheidender Bedeutung, Entwicklungschancen zu erkennen und auf ihre Umsetzbarkeit hin richtig einzuordnen!“

In Fall der Stadt Zwiesel hat man die Notwendigkeit eines eigenen Stadtentwicklungsprozesses erkannt und die Einleitung des ISEK-Verfahrens auf Vorschlag des 1. Bürgermeisters durch entsprechende Beschlussfassung des Stadtrates zwischenzeitlich auch auf den Weg gebracht.

Unverzichtbarer Bestandteil für einen erfolgreichen Start in ein städtebauliches Entwicklungskonzept ist die Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger.
Aus diesem Grund ist aktuell eine Bürger-Befragungsaktion angelaufen, die ca. 5.300 Haushalte im gesamten Stadtgebiet erfasst.

In einem zweiten Schritt fand am 3. und 4. Juni 2016 eine sogenannte „Point-of-Sale“-Befragung statt. 

Warum nun auch noch eine persönliche Befragung unmittelbar am Einkaufsort, wenn aktuell ohnehin mehr als 5.000 Haushalte schriftlich um ihre Meinung gebeten werden?

Die Antwort auf diese Frage liegt auf der Hand:
Persönliche Befragungen sind die vielseitigste und am häufigsten eingesetzte Form der Meinungserhebung in der Marktforschung wenn es darum geht, komplexe Sachverhalte aufzubereiten.

Menschen an ihrem Einkaufsort zu befragen, eröffnet zudem die Möglichkeit, nicht nur das Meinungsbild Ortsansässiger in Erfahrung zu bringen, sondern beispielsweise auch die Vorstellungen von Urlaubs- und Tagesgästen, Einwohnern aus den Nachbargemeinden aber auch von Grenzgängern aus dem benachbarten Tschechien  zur künftigen Entwicklung Zwiesels einfließen zu lassen.

Die Befragung, die von speziell geschulten Interviewern der beauftragten Firma BBE Handelsberatung GmbH durchgeführt wurde, erfolgte am Stadtplatz und im REAL-Lebensmittelmarkt an der Langdorfer Straße. Diese beiden Standorte wurden bewusst gewählt. Die Firma REAL ist der größte Discounter vor Ort, verkehrsgünstig gelegen und ausschließlich Einkaufsstandort. Beim Stadtplatz hingegen handelt es sich um den zentralen innerstädtischen Bereich, der verschiedene Angebote des Einzelhandels vereint, starkem Durchgangsverkehr unterworfen ist, eine teilweise völlig unterschiedliche Nutzung erfährt und einen markanten Anlaufpunkt für Touristen darstellt.

Die genutzten Standorte wurden ausgewählt, um durch zwei völlig verschiedenartige Einkaufsstandorte Kunden mit möglichst differenziertem Kaufverhalten befragen zu können.     

Wie die BBE-Handelsberatung mitteilte, konnten an den beiden Befragungstagen insgesamt 115 Fragebögen erstellt werden.

Mit Spannung wird nun die Auswertung der POS-Fragebögen erwartet. Die Ergebnisse werden im Rahmen des eingeleiteten ISEK-Prozesses wertvolle Erkenntnisse liefern und als wichtiger Mosaikstein in das Meinungsbild zur Zukunftsgestaltung Zwiesels auf dem Weg hin zum wiedererstarkten Einkaufsstandort mit touristisch geprägter Infrastruktur einfließen. 

Zwiesel interaktiv