Glasstadt Zwiesel

Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) 2016-2017

Zwiesel. Das Integrierte-Stadt-Entwicklungs-Konzept Zwiesel (ISEK) gerät derzeit in einem Teilbereich ins Stocken. Grund dafür: Das Architekturbüro, das zunächst den Zuschlag erhalten hatte, sah sich nach Auftragszusage im Nachhinein nicht mehr in der Lage, die zuvor im Auswahlverfahren festgesetzten Termine einzuhalten. Deshalb wurde eine weitere Zusammenarbeit abgelehnt. Die Verwaltung der Stadt Zwiesel bedauert die Entscheidung des Architekturbüros, sieht aber ebenfalls keine Möglichkeit für eine gemeinsame Zukunft.

Hintergrund: Die Stadt Zwiesel hat Ende 2015 bei der Regierung von Niederbayern einen Antrag zum Bayerischen Städtebauprogramm gestellt und Anfang 2016 die Zustimmung zum Maßnahmenbeginn erhalten. Das Projekt „Integriertes Stadt-Entwicklungs-Konzept“ wurde offiziell ausgeschrieben und darin unter anderem einen Termin gesetzt: Bis Januar 2017 muss das Konzept fertiggestellt sein. Unter mehreren Bewerbern erhielt die ARGE (Arbeitsgemeinschaft) den Zuschlag. Der Stadtratsbeschluss vom 31. März 2016 dazu im Wortlaut: „Der Zuschlag für die Beratungsleistungen für ein integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK) wird auf der Grundlage des Honorarangebots vom Februar 2016 der ARGE archi:thinktank architektur eisch + ochel gbr, BBE Handelsberatung GmbH und Planungsgesellschaft Stadt-Land-Verkehr GmbH zum Honorarpreis von 139.000 € (brutto) erteilt. Der Auftrag wird in Teilleistungen vergeben (stufenweise Vergabe), die Teilleistungen sind mit der Städtebauförderstelle der Regierung von Niederbayern hinsichtlich der Förderfähigkeit abzustimmen.“

Im Zuge mehrerer Nachverhandlungs-Termine sah sich ein Teil der ARGE, das Architekturbüro letztlich nicht in der Lage, den vorgegebenen Termin Januar 2017 zu halten, so dass der Vertrag jetzt schließlich nicht zur Unterschriftsreife kam. Der vorgegebene Termin ist aus Sicht der Stadt Zwiesel und in Abstimmung mit der Regierung von Niederbayern von zentraler Bedeutung: Zukunftsgestaltung duldet keinen Aufschub. Daher freut man sich, dass eine Nachfolgelösung bereits gefunden wurde. Das Angebot eines weiteren Bewerbers muss jetzt nur noch vom Stadtentwicklungs-Ausschuss abgesegnet werden.