Die mystischen Unterirdischen Gänge

Seit Jahrhunderten gibt es unter dem Zentrum der Glasstadt Zwiesel ein geheimnisvolles unterirdisches Gänge-Labyrinth mit Lichtnischen, Taststeinen und Schlupfen. Es liegt 10 m bis 21 m tief unter dem Stadtplatz. Im Hussiten-Krieg, im 30-jährigen Krieg und auch beim Überfall durch Trenck dem Pandur sollen sich der Legende nach die Zwieseler in den geheimen Gewölben und Gängen versteckt haben.

Ein so genannter „Erdstall“  mit Schlusskammer, Schlupf und Sitz, lässt eine mittelalterliche kultische Stätte vermuten. Waren es die „armen Seelen“, die in den Schlupfen nach altem Glauben auf das Jüngste Gericht warteten? Oder waren es Engstellen für Reinigung oder  Wiedergeburt nach dem Aberglauben unserer Vorfahren? Niemand kann das heute mit Sicherheit sagen. Die Entstehung liegt im Dunkel der Vergangenheit.

Spektakuläre Unterirdische Kunstwelten

Objekt "Frosch" von Bernd Weinmayer, Tirol, Österreich

In einem Teil der Kellergewölbe unter dem Stadtplatz hat der Verein Unterirdisches Zwiesel namhafte internationale Künstler dazu animiert, spektakuläre Erlebniswelten zu gestalten. Dabei sind Licht- und Schattenspiele unverzichtbar. Moderne Kunst, in alten Gemäuern, das hat seinen ganz besonderen Reiz, wie die zahlreichen Besucher aus dem In- und Ausland immer wieder bestätigen. Diese unterirdische Erlebniswelt ist einmalig im Bayerischen Wald.
Informationen zu Führungen erhalten Sie unter www.unterirdisches-zwiesel.eu.

Liebe Gäste, lassen Sie sich mit den regelmäßigen Führungen in die mystische Unterwelt von Zwiesel entführen. Sie werden dieses einmalige Erlebnis immer positiv in Erinnerung behalten. Eine Anmeldung ist in der Touristinfo im Rathaus notwendig.

Sehenswertes in unmittelbarer Nähe: Schräg unterhalb des Rathauses beeindruckt die imposante Statue des Hl. Johannes von Nepomuk mit den Heiligen Sebastian und Florian den Betrachter. Dieses Denkmal wurde 1767 von dem Hopfenlieferanten Wolfgang Luckhner gestiftet. Einer seiner Brüder war der legendäre Seeteufel Luckhner.

Text: Marita Haller
Fotos: Lisa Moser, Marita Haller

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