Der Mineralien reiche Hennenkobel

… hat nach dem Silberberg in Bodenmais mit 56 verschiedenen Mineralien die zweitmeisten Mineralien im Bayerischen Wald. Der 950 m hohe Hausberg der Zwieseler nimmt damit in der Mineralogie eine weltweit besondere Stellung ein. Die Bergbautätigkeit in Zwiesel war von 1759 bis 1877 aktiv. Die Verhüttung fand im nahen Bodenmais statt. Die besonderen Mineralien von Rabenstein finden sich weltweit verbreitet in Staats- und Universitätssammlungen.

Das schwarzgrün-spätige Mineral, erstmals gefunden in den 1940-er  Jahren, wurde nach dem bayerischen Fundort „Hühnerkobelit“ genannt. Weitere interessante Steine auf dem Hennenkobel sind der Rosenquarz, der von den Glashüttenherren der Region besonders begehrt war, der lachsfarbene Apatit und der grün-graue Triphylin. Im Granit des Unterbaustollens wurde 1806 eine Kupfer-Uran-Verbindung entdeckt. Es war der erste Uran-Fund in Bayern. Eine kleine Mineralien-Ausstellung kann zu den Öffnungszeiten der Bibliothek im Dorfvereinshaus Rabenstein besichtigt werden.

Auf den Berg Hennenkobel führt ein interessanter Kreuzweg aus Glas. In seiner Nähe befinden sich das Hochmoor Kiesau und der hoch interessante, touristisch aufbereitete Quarzbruch, der durch die Funde von Rosenquarz besonders begehrt war. Sehr zu empfehlen ist auch der seit 2015 markierte Themenwanderweg „Glashüttensteig“ mit seinen ansprechenden Informationstafeln. Eine Broschüre darüber ist im Internet unter www.dorfverein-rabenstein.de abzurufen. Ausgangspunkt für die Wanderempfehlungen sind das Schlosshotel Rabenstein oder der Parkplatz Kaisersteig-Loipe in Rabenstein.

Text und Foto: Marita Haller

Zwiesel interaktiv