Katholische Stadtpfarrkirche St. Nikolaus

Am oberen Stadtplatz

Das Wahrzeichen der Glasstadt Zwiesel ist die neugotische Katholische Stadtpfarrkirche St. Nikolaus (1892-97),  der  „Dom des Bayerischen Waldes“. Mit ihrem 86 m hohen Turm ist sie die höchste Kirche im Bayerischen Wald und in der Diözese Passau. Architekt Johann Babtist Schott aus Oberbayern hat sie als Teil eines markanten dreier Ensembles (Kloster-Mädchenschule, Kirche, Kinder- und Bewahranstalt) in roter Backsteinbauweise verwirklicht. Eingeweiht wurde die Kirche 1898 von Diözesanbischof Michael Rampf, Passau, der beim Betreten der Kirche erstaunt ausgerufen hat: „Das ist ja keine Kirche, das ist ja ein Dom“. Sehr sehenswert sind die 19 in „königlichen Hofkunstanstalten“ bemalten Fenster, die der sonst eher schlicht gehaltenen neugotischen Kirche eine besondere Ausstrahlung verleihen.
Hörenswert sind die großartigen Orgelkonzerte, die der Organist der Ton gewaltigen Eisenbarth-Orgel (dreimanualige Orgel mit 48 klingenden Registern und Spanischen Trompeten) entlockt. Mit Führung kann der Kirchturm bestiegen werden. Von der Turmgalerie aus hat der Besucher einen weiten Rundumblick, bis ins böhmische Land hinein.

Besonderheiten:
Hauptaltar: Flügelaltar von links. Mariä Verkündigung, Christi Geburt, Auferstehung, Mariä Heimsuchung;
Figuren groß: Hl. Nepomuk, Schutzpatron Hl. Nikolaus, Hl. Florian;
barocker Arme-Seelen-Altar;
Keramik Volksaltar von Horst Fochler;
Seitenaltäre von links: Marienaltar, Josefsaltar;
Hl. Nikolaus, gehämmerte Silberarbeit 17. Jh.;
achteckige Kanzel;
neugotischer Kreuzweg;

Text und Foto: Marita Haller

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