Historisches Bergwerk Rotkot

Die Grafen von Degenberg betrieben das ehemalige Bergwerk Rotkot ab 1580. Der Name Rotkot leitet sich von der eisenhaltigen roten Erde ab (rotes Kot). Aus Sulfiderzen wurde Alaun gesotten. Von 1602 bis 1708 ruhte der Bergbau, um dann bis 1725 und von 1737 bis 1755 erneut zu arbeiten. Im Jahr 1756 wurde das Bergwerk Rotkot dem Bergwerk Bodenmais zugeordnet. Damals gewann man die Erze in großen, bis zu Tage ausgehenden Verhauen. Von 1892 bis 1897 – das Bergwerk gehörte mittlerweile dem Markt Zwiesel als Besitznachfolger der Degenberger -  fanden erneut Bergleute in Rotkot Beschäftigung. Das letzte Mal wurde das Bergwerk von 1953 bis 1955 geöffnet. Die Gesellschaft  zur Auffindung von Bodenschätzen (GAB) untersuchte damals die zwei großen Stollen nochmals bergmännisch auf Uranerze. Ein weiterer Erzabbau wurde jedoch als nicht rentabel bewertet. Reste des einstigen Bergbaus sind entlang des markierten montan-historischen Themenwegs (erweiterter Panoramaweg roter Kreis Nr. 14) in Form von vergitterten Stolleneingängen und Abraumhalden zu finden. Einstieg ist die Theresienthaler Glasmacherkapelle im Rotkot Wald, am alten Böhmweg.

Führungen für angemeldete Gruppen am montan-historischen Themenweg bietet der Zwieseler Geologe und Vorsitzender vom Verein Naturkundlicher  Kreis Bayerischer Wald e.V., Fritz Pfaffl, an (Tel. 09922 – 13 90). In der Ferienzeit bietet die Touristinfo Zwiesel im Rotkot-Wald für Kinder die spannende Führung „Berge für Zwerge – Felsen, Höhlen, Abenteuer….“ an.

Text und Foto: Marita Haller

Zwiesel interaktiv