Bürgermeister nimmt neues Blockheizkraftwerk in der Kläranlage in Betrieb

Zwiesel. Die Stadt Zwiesel betreibt seit Bau der Kläranlage 1976 Blockheizkraftwerke (BHKW) um das im Faulturm anfallende Biogas schadlos zu beseitigen. Nützlicher Nebeneffekt dieser Beseitigung ist die Erzeugung von Strom und Wärme.Nachdem die bestehenden Anlagen in die Jahre gekommen sind und ihren Dienst immer öfter verweigert haben, hat der Stadtrat beschlossen diese zu erneuern.

Die Ausschreibung, Bauüberwachung, Abnahme und Abrechnung des neuen BHKW´s erfolgte durch den Kläranlagenleiter und Abwassermeister Herrn Ulrich Rauch in Eigenregie ohne Beteiligung eines Ingenieurbüros. Dadurch konnte sich die Stadt Zwiesel über 30.000 € einsparen.Erster Bürgermeister Steininger nahm das neue BHKW in Betrieb und überzeugte sich von der Leistungsfähigkeit der Maschine. Ein weiteres BHKW wird voraussichtlich 2015 angeschafft.

Durch den höheren Wirkungsgrad der neuen Anlagen kann aus den jährlich 200.000 m³ Gas fast doppelt so viel Strom wie mit den bisherigen BHKW´s erzeugt werden, das sind in Zukunft 350.000 kWh. Ebenso wird die Wärmeausnutzung verbessert, dies spart mehr als 6.000 l Heizöl im Jahr ein. Durch die neuen BHKW´s und die neue Photovoltaikanlage erreicht die Kläranlage Zwiesel eine jährliche CO2-Einsparung vom 438,5 t.

Strom und Wärme werden auf der Kläranlage selbst verbraucht, dadurch erhält die Stadt Zwiesel für jede erzeugte Kilowattstunde  5,41 ct. Daher können die beiden BHKW´s vollständig durch diese Förderung finanziert werden. Außerdem wird durch den geringeren Strombezug eine Einsparung von 25.000 € bei den Stromkosten erwartet und durch die bessere Wärmenutzung wird bei den Heizkosten mit Einsparungen von 4.500 € gerechnet.

Zwiesel interaktiv