Glasstadt Zwiesel

Wechsel des Planungsteams

Zwiesel – Im Zuge der Neukonzeption des Waldmuseums Zwiesel hat es eine Ver-änderung gegeben. Ab sofort übernimmt ein neues Innenarchitekten- und Grafiker-team die Fertigstellung des Projekts. Die Verlagerung des Waldmuseums in die ehemalige Mädchenschule kann damit wieder mit voller Kraft vorangetrieben wer-den. Das neue Projektbüro TidoBrussig aus München hat zugesagt, den Auftrag bis zum 31. März 2014 abzuschließen.

„Um endlich auf einen grünen Zweig zu kommen und das Projekt positiv beenden zu können, mussten wir im Stadtrat eine Entscheidung unter Abschätzung des Kos-ten- und Zeitrisikos treffen“, so Bürgermeister Franz Xaver Steininger. So habe man in dieser Entscheidungsphase in kollegialem und engem Kontakt mit der Lan-desstelle für nichtstaatliche Museen gestanden. Die Landesstelle schlug schließlich vier alternative Projektteams vor. „Wir haben uns für TidoBrüssig aus München entschieden,“ so Steininger. Zum einen, weil damit der Zeitplan eingehalten werden könne, zum anderen, weil sich die Mehrkosten mit 60.000 Euro in überschaubaren Grenzen halten würden.

Die Gründe, die einen Wechsel im Bereich Innenarchitektur und Grafik notwendig machten, sind vielfältig. So sei beispielsweise ein verbindlicher Bauzeitplan nicht eingehalten worden. Auch sah sich der Innenarchitekt zu keiner Zeit als Projektlei-ter, er verstand sich lediglich als Teil des Projektteams. Des weiteren wurden Leis-tungen des Innenarchitekten und Grafikbüros zum Teil nur zögerlich und auf mehr-faches Nachfragen ausgeführt, andere Leistungen blieben unvollständig, fehlten komplett oder entsprachen nicht der Aufgabenstellung eines zeitgemäßen Muse-umskonzepts.

Entgegen der ursprünglichen Absprachen bestanden in Ausführung und Erschei-nungsbild sehr starke Ähnlichkeiten mit einem ebenfalls in der Entstehung begrif-fenen Museum in der Nachbargemeinde Bayerisch Eisenstein.
„Außerdem“, so Steininger, „habe es den Vorgängern teilweise an Teamfähigkeit gemangelt. Das ging bis hin zu unkollegialem Verhalten.“

Schließlich sei es seit 2009 bis zum Abbruch der Zusammenarbeit zu keinem unter-schriftsreifen Vertragswerk gekommen. Im Gegenteil: Noch bevor der erste Stein gesetzt wurde, musste die Stadt Zwiesel demnach bereits mehrfach fachjuristische Beratung in Anspruch nehmen.

„Wir sind froh, dass diese schwierige Phase jetzt hinter uns liegt und freuen uns, mit voller Kraft weiterarbeiten und vor allem im neuen Zeitplan bleiben zu kön-nen,“ sagen Bürgermeister Franz Xaver Steininger, Museumsleiterin Frauke Oel-bauer und Stadtbaumeister Stefan Mader unisono.