Ausrüstung der Feuerwehrfahrzeuge mit Digitalfunkgeräten

Herr Jürgen Blöchinger (Leiter Atemschutzwerkstatt), Erster Bürgermeister Franz Xaver Steininger, Florian Bernhard und Tobias Kühn (Firma IT Reith), Herr Christian Schmidt (2. Kommandant FFW Zwiesel), Herr Josef Schreindl (Ordnungsamtsleiter)

Zwiesel. Feuerwehren müssen zur Erfüllung ihrer Aufgaben mobil vernetzt sein. Dazu benötigen sie ein leistungsfähiges, flexibles und sicheres Kommunikationssystem. Bisher wurde bei der Zwieseler Feuerwehr lediglich ein analoges Behördenfunknetz genutzt, das von seinen Möglichkeiten her sehr eingeschränkt ist. So war beispielsweise nur wechselseitiges Sprechen möglich, andere Formen der Datenübermittlung generell ausgeschlossen. Zudem konnte der Funkverkehr von Unbeteiligten leicht abgehört werden. Ein deutliches Sicherheitsrisiko also, das jetzt mit der Aufrüstung auf Digitalfunk behoben wurde.

„Die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger, aber auch unserer aktiven Feuerwehr geht immer vor“, so Bürgermeister Franz Xaver Steininger, der die Aufrüstung auf Digitalfunk zu einhundert Prozent unterstützt.

Deutschlandweit ist man demnach vor Jahren daran gegangen, für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) ein eigenes Funknetz zu schaffen. Dazu wurde, aufbauend auf GSM-Mobilfunk, das Bündelfunknetz Tetra 25 ins Leben gerufen. Auch bei den Bayerischen Feuerwehren wird es stufenweise in allen Landkreisen eingeführt. Dazu sind alle Funkgeräte neu zu beschaffen und in Gebäude und Fahrzeuge einzubauen. Um in der Übergangsphase sicher zu gehen, werden alle analogen Funkgeräte bis zur kompletten Umstellung noch betriebsbereit gehalten. Alle Feuerwehren in Bayern fahren deshalb derzeit in Sachen Funk zweigleisig.

Eine Neubeschaffung aller Funkgeräte war für alle Einrichtungen ein logistischer und vor allem finanzieller Kraftakt. Die Beschaffung wurde für den Rettungsdienstbereich Straubing gemeinsam ausgeschrieben; der eigentliche Kauf war aber Aufgabe der Gemeinden. Für die Zwieseler Feuerwehren musste die Stadt zwölf Fahrzeugfunkgeräte und 38 Handsprechfunkgeräte beschaffen. Inklusive Einbau fallen damit Kosten in Höhe von etwa 50.000 € an. Die staatliche Förderung wird sich laut Informationen der Stadt Zwiesel auf ca. 28.000 € belaufen.

Im Vorfeld dieser Umstellung gab es unter den Digitalfunkanbietern einige rechtliche und organisatorische Verzögerungen. Umso mehr freut sich Steininger, dass die Maßnahme in Zwiesel fristgerecht abgeschlossen werden konnte. Alle Funkgeräte sind eingebaut und funktionieren hervorragend. Diesen Umstand nahm der Rathauschef zum Anlass, die Geräte der Feuerwehr offiziell zu übergeben.

Mit dieser Maßnahme sind die Zwieseler Feuerwehren im Bereich Kommunikation wieder auf dem neuesten Stand und haben eine zeitgemäße technische Basis für die Zukunft. Lediglich die Festfunkstelle im Feuerwehrhaus wurde bisher noch nicht angeschafft. Sie soll erst mit dem Bezug des neuen Feuerwehrhauses installiert und so unnötige Kosten vermieden werden.

Zwiesel interaktiv