ISEK-Bürgerwerkstatt zur Stadtentwicklung im Kulturzentrum

Bild1: Begrüßung der Teilnehmer der ISEK-Bürgerwerkstatt
Bild2: ISEK-Bürgerwerkstatt im Kulturzentrum
Bild3: Dipl.-Ing. Martin Fladt von UmbauStadt GbR
Bild4: Dipl.-Ing. Petja Hargarter von UmbauStadt GbR
Bild5: Arbeitsgruppe der ISEK-Bürgerwerkstatt
Bild6: Bürger im Dialog

Zwiesel. Zwiesel kann wieder Einkaufsstadt Nummer 1 im Bayerischen Wald werden. Unter dieses Motto stellte Bürgermeister Franz Xaver Steininger die zweite Bürgerwerkstatt zum Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK), die im Kulturzentrum Waldmuseum über die Bühne ging. Mit ganzer Kraft soll in Zukunft die Revitalisierung des Zentrums in Angriff genommen werden. Die ersten Schritte sind gemacht und auch die notwendigen Finanzmittel in Millionenhöhe sind für die kommenden Jahre im Haushalt eingestellt.

Öffentlich über verschiedene Kanäle waren Bürgerinnen und Bürger eingeladen worden, sich aktiv am Stadtentwicklungsprozess zu beteiligen. Rund 50 Personen waren trotz widrigster Wetterverhältnisse dem Aufruf gefolgt. „Danke, dass Sie Ihre Freizeit opfern, um sich aktiv am Stadtentwicklungsprozess beteiligen“, sagte Steininger zu Beginn der Veranstaltung. ISEK, fuhr Steininger fort, sei für ihn als Bürgermeister aber auch ganz persönlich eine Herzensangelegenheit: „Wir können Zwiesel wieder so gestalten wie wir das alle von früher gewohnt sind – Zwiesel kann wieder die Einkaufsstadt Nummer 1 im Bayerischen Wald werden.“ Das bedeute allerdings nicht, die Innenstadt nur so gestalten, wie sie einmal war – schließlich sei man kein Museum – sondern „wir müssen alt bekanntes und bewährtes mit den Kundenanforderungen der Gegenwart kombinieren. Damit machen wir die Stadt Zwiesel zukunftsfähig.“

Im Anschluss daran fand ein reger Austausch der Bürgerinnen und Bürger mit den Vertretern der mit der ISEK-Erstellung beauftragten Fachbüros (UmbauStadt, BBE Handelsberatung, PSLV) statt. Martin Fladt vom koordinierenden Büro UmbauStadt gab  in diesem Zusammenhang eine kurze Einführung zum aktuellen ISEK-Arbeitsstand und zum Ablauf des Abends. 

In sechs Themenbereichen waren die Teilnehmer eingeladen, sich zur zukünftigen Entwicklung Zwiesels einzubringen. Jede Arbeitsgruppe wurde von einem Moderator aus einem der drei beauftragten Fachbüros begleitet. Die angebotenen Themenfelder waren:

• Freiräume, Öffentlicher Raum, Stadtgestaltung

• Standort Zwiesel, Arbeit, Gewerbe, Handel, Funktion, Leerstand

• Stadtidentität, Stadtmarke, Image, Tourismus

• Verkehr, Mobilität, Energie

• Gebaute Struktur, Nachverdichtung, Wohnen

• Bildung, Kultur, Soziales

Intensiv wurden in jeder Gruppe die Stärken, die Chancen und die Problemstellungen in Zwiesel diskutiert und daraus Ideen entwickelt. Nach einer ersten Arbeitsrunde verteilten sich die Teilnehmer neu und konnten in einer zweiten Arbeitsrunde über ein weiteres Thema mit anderen Zwieseler Bürgern diskutieren. Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen wurden abschließend im Plenum vorgestellt und besprochen.

Der Abend zeichnete sich durch eine große Bandbreite der Beiträge der teilnehmenden Bürgerinnen und Bürger aus. Es wurde deutlich, dass über viele Themen und Ziele Konsens herrscht und über andere Themen weiterer Diskussionsbedarf besteht. Abschließend gab Steininger noch einen Ausblick auf die kommenden ISEK-Termine und stellte die Fertigstellung des ISEK-Prozesses zur Jahresmitte 2017 in Aussicht.

Auf der Homepage der Stadt Zwiesel wird das Protokoll zur Bürgerwerkstatt zeitnah veröffentlicht werden. Die Ergebnisse der Bürgerwerkstatt werden von UmbauStadt, BBE und PSLV gesammelt, gebündelt und ausgewertet; sie gehen in den Maßnahmen- und Empfehlungskatalog zum ISEK ein. 

Das ISEK soll einen Prozess anstoßen, Bewusstsein für die künftige Entwicklung Zwiesels zu generieren und eine tragfähige und nachhaltige Grundlage für die mittel- bis langfristige Ausrichtung der Zwieseler Stadtentwicklung bilden. Dabei sind vorhandene Problemstellungen und Stärken der Stadt zu benennen. Ein Leitbild ist zu entwickeln, Handlungsfelder müssen benannt werden und schlussendlich sollen eine Strategie und konkrete Projekte definiert werden. Der ISEK-Bericht wird sämtliche Ergebnisse aus der Analyse, das Strategiekonzept und den Maßnahmenkatalog zusammenfassen und wird abschließend dem Stadtrat zur Annahme vorgelegt. Das ISEK wird von den drei Büros UmbauStadt, BBE Handelsberatung sowie PSLV erstellt. Die Erstellung erfolgt in Absprache mit den Fachabteilungen der kommunalen Verwaltung, in Abstimmung mit einer eigens gegründeten ISEK-Steuerungsgruppe sowie nach Rückkoppelung mit lokalen Akteuren und Experten.

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