Der Touristik-Verein Zwiesel e.v. darf nicht sterben

Zwiesel. Der Touristik-Verein Zwiesel e.v. darf nicht sterben. Mit dieser klaren Aussage bekennen sich alle Verantwortlichen zum Verein, der seit einigen Wochen ohne Kapitän ist. Jetzt scheint mit Andrea Galla eine Nachfolgerin gefunden, die mit voller Kraft vorangehen will. Und schon vor der Mitgliederversammlung am kommenden Mittwoch, 21. September 2016 in der Rotwald Glashütte die der zweite Vorsitzende Willi Huber leiten wird, steht fest: Sie würde für den Fall ihrer Wahl die volle Unterstützung aller Beteiligten genießen.

Wie wichtig das Thema Touristik-Verein Zwiesel genommen wird, zeigt sich auch in dem Umstand, dass man nichts dem Zufall überlassen will. „Diesen Verein aufzulösen wäre denkbar schlecht, um nicht zu sagen eine Dummheit“, meint Zwiesels Bürgermeister Franz Xaver Steininger. „Beherbungsbetriebe und Touristiker sind einfach eine viel zu wichtige Interessengruppe, um dieses Thema nach der Amtsniederlegung des ehemaligen Vorsitzenden Stefan Schall schleifen zu lassen.“ Auch eine Vereinsneugründung sei falsch, findet auch Schalls Vorgänger Siegfried Rindl, der sich bereit erklärt hatte, im Vorfeld der Neuwahlen das Heft in die Hand zu nehmen. Warum sollte man auf die geballte Sachkompetenz und Erfahrung der zurückliegenden Jahre verzichten und von vorne anfangen, so die einhellige Meinung.

Also wurden im Vorfeld viele Gespräche geführt und wichtige Überzeugungsarbeit geleistet. „Uns war wichtig, dass wir einen breiten Mix von Beherbergungsbetrieben bekommen. Dazu gehören Betriebe aus dem gesamten Stadtgebiet und den einzelnen Ortsteilen. Außerdem haben wir Wert darauf gelegt, möglichst alle Themen personell zu besetzen.“ Schließlich seien Ferienwohnungen für den Tourismusstandort Zwiesel ebenso wichtig, wie Pensionen, Hotels oder Urlaub auf dem Bauernhof.

Beide freuen sich, dass diese Vorarbeit Früchte getragen hat. So geht man davon aus, am Mittwoch in der Rotwald Glashütte eine funktionierende Vorstandschaft präsentieren zu können. Dazu gehört vor allem auch die zukünftige Vorsitzende Andrea Galla, die zusammen mit ihrem Mann die Pension Sonneneck betreibt und sich bereit erklärt hat, das Amt zu übernehmen. Sehr erfreulich sei dabei vor allem, dass Frau Galla sich „nicht nur für das Amt zur Verfügung stellt, damit es besetzt ist“, sondern Sie sich der anspruchsvollen Aufgabe durchaus bewusst ist und diese auch mit Freude und Enthusiasmus angehen würde. „Etwas Besseres kann uns nicht passieren“, so Rindl und Steininger unisono.

Zur Person:
Andrea Galla, Jahrgang 1968, Ausbildung als kaufmännische Assistentin, seit 2010 Qualitätsmanagerin und Brandschutzbeauftragte. Seit 2013 Fachkraft für Arbeitssicherheit, Andrea Galla arbeitet seit 2003 als Angestellte in einer bundesweit, aus mehreren Firmen tätigen Unternehmensgruppe, die mehr als 2.900 Mitarbeiter beschäftigt. Seit mehreren Jahren verantwortet sie den Bereich Qualitätsmanagement und Umbau & Renovierung. Seit Mitte 2014 betreibt sie mit ihrem Mann Gerhard die Pension Sonneneck (16 Zimmer, 30 Betten).

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