Zwiesel macht sich fit für den digitalen Lifestyle

Stadt Zwiesel. Von links nach rechts: Herr Erster Bürgermeister Franz Xaver Steininger (parteilos), Frau Elke Ruhland (The Cloud Networks Germany GmbH), Herr Harald Haase (Stadt Zwiesel)

Kostenloses City WiFi für alle im Stadtzentrum

Zwiesel. Zwiesel macht sich seit geraumer Zeit vor allem auch in den Bereichen Wirtschaft und Tourismus fit für die Zukunft. Die Revitalisierung des Stadtzentrums Zwiesel steht dabei ganz oben auf der Agenda von Bürgermeister Franz Xaver Steininger. Jüngstes Projekt ist das sogenannte City Wifi, das es sowohl Bürgerinnen und Bürgern, als auch Urlaubsgästen im Bereich des Stadtplatzes ermöglicht, über drahtlose Verbindungen, sogenannte WLAN-Hotspots, kostenlos auf das Internet zuzugreifen. Realisiert wurde das Projekt vom Provider „The Cloud“, Europas führendem Unternehmen für diese öffentlichen Netzwerke. Der Start erfolgt am kommenden Freitag, 14. August, mit einem Geschenk: Während der Glasnacht steht das mobile, kabellose Internet durchgehend kostenlos zur Verfügung.

„Ich verrate kein Geheimnis, wenn ich sage: Der Zugang zum Internet ist für die meisten Menschen heute selbstverständlich, um nicht zu sagen unverzichtbar“, sagt Steininger und ergänzt: „Darüber hinaus bietet das WLAN unserer Stadt eine nicht zu vernachlässigende Chance, sich zu profilieren.“

Bisher bestand aber nur punktuell Zugang, jetzt geht man bei der Stadt Zwiesel in die Fläche: „Die hervorragende Ausleuchtung fast über den gesamten Stadtplatz ist sicher einmalig im Bayerischen Wald“, freut sich der städtische Systemadministrator Harald Haase. Insgesamt wurden zwei Hot Spots im Rathaus installiert. Einer deckt die Touristinfo ab. Der Zweite versorgt den Außenbereich vom Gebäudekomplex „Deutscher Rhein“ bis zum unteren Stadtplatzkopfgebäude, der Dampfbierbrauerei. Steininger dazu: „Der Stadtplatz war natürlich eine bewusste Entscheidung. Bereits jetzt ist hier eine hohe Verweildauer und hervorragende Aufenthaltsqualität vorhanden. Beides möchten wir mit City-WLAN noch steigern.“

Urlaubs-Schnappschüsse hochladen, Tweets absetzen, via Facebook einchecken oder eine der zahllosen weiteren Möglichkeiten des mobilen Internets nutzen – dem digitalen Lifestyle sind in Zukunft auf diese Weise keine Grenzen mehr gesetzt. Nach der Einführungsphase während der Glasnacht kann der Hotspot dann am Tag eine Stunde lang kostenlos genutzt werden. Das entlastet das eigene Datenvolumen und schont den Geldbeutel für ausländische Urlaubsgäste und Geschäftsleute, da in dieser Zeit keine Roaming-Gebühren anfallen. Auch das Handling ist dabei denkbar einfach und jedem, der sich regelmäßig im Internet bewegt, bekannt: Nach der Registrierung und dem einmaligen Anlegen eines Benutzerkontos erfolgt die Erkennung der Seite zukünftig automatisch.

Nach Ablauf der Freistunde stehen dem Nutzer verschiedene Bezahl-Modelle zur Verfügung. So beispielsweise über eine Kreditkarte oder Gutscheine, sogenannte Voucher, die in der Touristinfo Zwiesel erhältlich sind.

Haase sieht aber über den praktischen und finanziellen Nutzen hinaus gerade in der Entscheidung für das Unternehmen „The Cloud“ noch weitere deutliche Vorteile für Stadt und Verbraucher. Dazu gehört langjährige Erfahrung und hervorragenden Referenzen mit Großstädten, wie Berlin, München oder London sowie namhafter Hotelketten und Unternehmen. Aktuell wird „The Cloud“ nach Unternehmensangaben rund 70 Millionen Mal im Monat an 45.000 WLAN-Zugangspunkten genutzt. Ein weiterer zentraler Punkt ist die Rechtssicherheit. Das Unternehmen stellt, laut Key Account Manager Elke Ruhland, als Betreiber der Hotspots die Stadt vom Haftungsrisiko frei. „The Cloud“ ist Empfehlungspartner des Deutschen Einzelhandelsverbandes für Public WiFi Lösungen. „Ein Grund dafür ist sicherlich unsere hohe Datenethik, die nicht nur geprägt ist, von den strengen Regeln, denen wir in Deutschland im Rahmen des Telekommunikationsgesetzes unterworfen sind. Nein, vielmehr von unserem Selbstverständnis mit dem hohen Gut persönlicher Daten tagtäglich umzugehen“, erklärt Elke Ruhland.

„Ein Anfang ist jetzt gemacht und ergänzt das Angebot der derzeit laufenden Infrastrukturausbaumaßnahmen“, sagt Steininger. Er bewertet den aktuellen Status quo als erste Ausbaustufe, der noch weitere folgen sollen. „Die Möglichkeiten dazu sind jetzt geschaffen. Ich werde die digitale Autobahn in allen Bereichen forcieren und damit der Breitbandrichtlinie des Freistaates Bayern folgen. Darin heißt es unter anderem: Eine hochleistungsfähige Breitbandversorgung spielt nicht nur in Ballungszentren und Städten eine zentrale Rolle, sondern ist insbesondere im ländlichen Raum eines der großen Zukunftsthemen.“

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