Den Einsparungen im ZEB folgen personelle Einschnitte

Adelheid Genosko und Katrin Schwarz betreuen künftig im Auftrag der FNBW den Info-Counter im Rathaus.

Bürgermeister Franz Xaver Steininger gibt Umbesetzungen bekannt

Zwiesel. „Es war zweifellos eine einschneidende Veränderung, die Öffnungszeiten im Zwieseler Erholungsbad zu reduzieren, aber  ein erster unverzichtbarer Schritt, um das ZEB auf Dauer zu erhalten und auf einen zukunftsfähigen Weg zu bringen“, zieht Zwiesels Bürgermeister Franz Xaver Steininger (parteifrei) ein erstes positives Resümee.

Das Stadtbad verursachte zuletzt ein jährliches Defizit, das den Fortbestand der gesamten Einrichtung zunehmend gefährdete. Um die laufenden Unterhaltskosten zu senken, schlug der Bürgermeister vor, die Öffnungszeiten für den allgemeinen Badbetrieb außerhalb der bayerischen Schulferien zu verkürzen. In seiner Sitzung vom 2. Dezember 2014 griff der Werkausschuss den Vorschlag des 1. Bürgermeisters auf und fasste als zuständiges Gremium den Beschluss, die Öffnung des Zwieseler Erholungsbades für die Allgemeinheit auf die Tage von Mittwoch  bis Sonntag zu begrenzen. Dadurch wurde die Voraussetzung geschaffen, die Besetzungszeiten an der Badkasse und den regelmäßigen Reinigungsaufwand zu verringern.  Wie von der Personalverwaltung ermittelt wurde, können durch die reduzierten Öffnungszeiten jährlich 775 Kassenstunden und 550 Reinigungsstunden eingespart werden. „Dies allein“, so betont Bürgermeister Steininger, „bewirkt eine Reduzierung der laufenden Personalkosten um jährlich 25.000 €.

Dass der Beschluss des Werkausschusses, die Betriebszeiten im ZEB einzuschränken, auch personelle Veränderungen nach sich ziehen würde, war allen Beteiligten von Anfang an klar. Im Werkausschuss bestand jedoch darüber Einigkeit, die notwendigen Schritte so sozialverträglich wie möglich zu vollziehen.

Mit Inkrafttreten der neuen Öffnungszeiten ab 23. Februar wurden in den Bereichen Kasse und Reinigung neue Dienstpläne mit verminderter Personalbesetzung eingeführt. Dadurch konnte erreicht werden, dass bei den verbleibenden Kassenkräften und Reinigungsfrauen der arbeitsvertraglich vereinbarte Beschäftigungsumfang auch weiterhin erhalten bleibt. Mit Frau Adelheid Genosko wurde zwischenzeitlich eine Kassenkraft aus dem Zwieseler Erholungsbad abgezogen. Seit 1. März verstärkt Frau Genosko am zentralen Counter das Team der Tourist-Info im Rathaus. Aus der Badreinigung ausgeschieden ist Frau Sigrid Geier. Sie wird als Reinigungsfrau im Verwaltungsgebäude Fürhaupten der Stadtwerke weiterbeschäftigt, wo mit Frau Sieglinde Breu die langjährige Stammkraft  in den wohlverdienten Ruhestand eingetreten ist.

Auch in der touristischen Neuausrichtung der Stadt wurden durch Bürgermeister Steininger zwischenzeitlich notwendige Weichenstellungen vorgenommen. Mit Karin Fuchs, Eva Rossberger und Richard Windsor bleibt die Organisation und Durchführung städtischer und lokaler touristischer Veranstaltungen in bewährten Händen. Des Weiteren ist dieses Team für die Betreuung und Vermarktung der touristischen Infrastruktur, die Pflege aller städtischen Internetauftritte einschließlich der Bedienung der Social Media, die Erstellung von Werbemitteln und die Betreuung der Glashoheiten verantwortlich.

Nach Beitritt zur Ferienregion Nationalpark Bayerischer Wald (FNBW) werden die Bereiche Gästebetreuung und Gästevermittlung der vereinseigenen GmbH übertragen. In diesem Zusammenhang wurde nun auch die personelle Ausstattung der Tourist-Info im Rathaus abschließend geregelt. Adelheid Genosko, Katrin Schwarz und Nicole Tischler sollen zum nächstmöglichen Zeitpunkt zur Tourismus-GmbH der FNBW wechseln und dort ihre erfolgreiche Arbeit fortsetzen.

Ergänzend weist Bürgermeister Franz Xaver Steininger auf die veränderte Organisationsstruktur im Städtischen Bauhof hin. „Bisher“, so Steininger, „war der Bauhof mit Hans-Jürgen Kopp an der Spitze direkt dem 1. Bürgermeister unterstellt, was doch einigermaßen kurios anmutet, weil sich das Stadtoberhaupt schon allein aus Zeitgründen nicht permanent um Detailfragen aus der allgemeinen Bauhofarbeit kümmern kann“! Um hier eine verbesserte Betriebsstruktur zu erreichen, wurde der Bauhof zu Jahresbeginn als Organisationseinheit in das Stadtbauamt eingegliedert und Stadtbaumeister Stefan Mader unterstellt.

Die Organisation und Durchführung städtischer und lokaler touristischer Veranstaltungen verbleibt in den bewährten Händen von Karin Fuchs, Eva Rossberger und Richard Windsor

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