Ehrgeizige Pläne für Zwiesel

Bürgermeister Steininger stellt MdL Max Gibis seine Pläne zur Stadtentwicklung vor

Eine klare Vision vor Augen hat Bürgermeister Franz Xaver Steiniger, wenn es darum geht, wie es in Zwiesel in zehn Jahren aussehen soll. Davon konnte sich der Landtagsabgeordnete Max Gibis persönlich bei einem Besuch beim Zwieseler Rathauschef überzeugen. Neben den anstehenden Projekten und den aktuellen Themen stellte Steininger dem Landtagsabgeordneten seine Pläne und Ideen zur langfristigen Stadtentwicklung vor.
 
Zu Beginn des Gespräches ging Bürgermeister Steininger auf den Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Zwiesel ein und schilderte dem Abgeordneten die aktuelle Situation. „Der Neubau des Feuerwehrhauses sollte mit einem Mitteleinsatz von insgesamt rund fünf Millionen Euro entweder am Standort der ehemaligen Glasfabrik Ambiente in der Frauenauer Straße oder in Fürhaupten realisiert werden. Dabei benötigen wir insgesamt elf Stellplätze, die vom Freistaat Bayern mit insgesamt rund 0,93 Mio. Euro gefördert werden“. MdL Max Gibis merkte an dieser Stelle an, dass die Pauschalbeträge zur Stellplatzförderung bei den Kommunalen Feuerwehren erst vor kurzem um rund 20% erhöht wurden. „Durch diese Fördermittel des Freistaates konnte die Finanzierung des Feuerwehrhauses in der langfristigen Finanzplanung der Stadt sichergestellt werden“, ergänzte Bürgermeister Steininger abschließend zu diesem Thema.

Im Folgenden schilderte der Bürgermeister dem Abgeordneten sein ganzheitliches Projekt zur weiteren Stadtentwicklung, die zu einem merklichen Aufschwung in der Glasstadt Zwiesel in den nächsten Jahren führen soll. Nachdem die Verlagerung von 100 Stellen des Landesamtes für Steuern von München nach Zwiesel einen ersten Anstoß gegeben hat, soll im Zuge dieser Verlagerung auch die Innenstadt revitalisiert werden, so Bürgermeister Steininger. „Dies kann aber nur gemeinsam gehen. Wenn sich alle Anlieger, Hausbesitzer und Investoren einig sind, dann können wir ein großes Projekt in der Innenstadt, wie etwa eines City Outlets nach dem Beispiel Bad Münstereifel oder herkömmliche Shoppingcenter nach dem Beispiel Fürth oder Hanau realisieren“. Auf genauere Nachfrage von Max Gibis erläuterte Franz Xaver Steininger, dass sich momentan die betreffende Personen nach intensiven, ersten Gesprächen sehr geschlossen zeigen und sie bereits eine Machbarkeitsstudie für ein solches oder ähnliche Projekte in Auftrag gegeben haben. „Bei einem positiven Ergebnis dieser Studie würden sich genügend Investoren finden“, ist Steininger überzeugt, „dann liegt es nur noch an der Stadt die baulichen und logistischen Voraussetzungen dafür zu schaffen. So ist zum Beispiel der Kauf des markanten Gebäudes Deutscher Rhein am oberen Stadtplatz ein erster Schritt in diese Richtung.“

Neben den Plänen zur Revitalisierung der Innenstadt, bei denen Bürgermeister Steininger aber betonte, dass der Anstoß von Seiten der Bevölkerung und Investoren kommen müsse, erachtet er noch die Handlungsfelder Tourismus und Schulen als sehr wichtig. „Im Bereich Tourismus können wir nach der Realisierung der 4-Sterne Hotelanlage des Schlosshotels Rabenstein sowie der LandalGreenParks Chalet-Anlage auf dem Gelände des jetzigen Ferienparks Arber mit einer Steigerung der Übernachtungszahlen um nahezu 50% rechnen, so dass ca. 550.000 Übernachtungen pro Jahr erreichbar sind. Dies alleine ist ein wuchtiges Signal für einen Aufbruch in Zwiesel“, so Steininger.

Im Schulsektor sieht der Bürgermeister hingegen nur eine langfristige Lösung. „Wir brauchen einen einheitlichen Neubau für die Mittelschule sowie für die Realschule. Nur so können wir den finanziellen sowie den demographischen Herausforderungen gerecht werden.“ MdL Max Gibis bezeichnete die Pläne Franz Xaver Steiningers als ehrgeizig, aber durchaus auch realisierbar. „Es gilt jetzt zunächst einmal die Machbarkeitsstudie für die City Outlets abzuwarten“, konstatierte der Abgeordnete“, aber bei einem positiven Ergebnis müssen die Stadt, Bürger und Investoren zusammen an einer konstruktiven Stadtentwicklung arbeiten und dabei die Begleitumstände wie die Behördenverlagerungen, frei stehende Gebäude im Innenraum oder die Möglichkeit zur Schaffung von zentralen Parkmöglichkeiten zu ihren Gunsten nutzen.“

 

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