Bürgermeister und Bauausschuss auf Informationsbesuch in der Kläranlage

Im Bild 1. Bürgermeister Steininger, die Stadträte Kollmaier, Pfeffer und Schmidt. Vorklärbeckenräumer und beheizte Räumerlaufbahn werden 2016/17 ersetzt.

Weitere umfangreiche Investitionen stehen ab 2017 bevor


Zwiesel. Ende Oktober besichtigte der Bauausschuss die städtische Kläranlage, um sich vor Ort ein Bild von den Investitionen der letzten drei Jahre zu machen und aus erster Hand zu erfahren, welche Maßnahmen in naher Zukunft anstehen, damit die Kläranlage weiterhin betriebssicher, zuverlässig und energiesparend arbeiten kann.

Eingangs der Besichtigung gab Betriebsleiter Ulrich Rauch einen Überblick von der Entstehung der Kläranlage in den Jahren 1975 und 1976 bis hin zur aktuell gegebenen Situation. Dabei ließ der Betriebsleiter noch einmal markante Entwicklungen Revue passieren: Eigene Schlammentwässerung ab 1979, zweites Blockheizkraftwerk 1988, Umbau der Vorklärbecken zur zweiten Reinigungsstufe (Denitrifikation) 1994, Bau der Satteldächer in den Jahren 2009 bis 2012, Erneuerung des Blockheizkraftwerks 1 und Errichtung einer Photovoltaikanlage 2014 sowie Sanierung der Schlammentwässerung im vergangenen Jahr.

Im Rahmen der anschließenden Begehung folgten Erläuterungen zu den geplanten Investitionen, die aufgrund des Alters der Becken, Maschinen und Bauteile unvermeidbar werden bzw. aus der Energieanalyse 2013 resultieren und sich aktuell beim Antrag  für die neue wasserrechtliche Genehmigung der Kläranlage gezeigt haben.

Noch in diesem Jahr soll der Austausch des zweiten Blockheizkraftwerks und die Erneuerung des Vorklärbeckenräumers in Auftrag gegeben werden.

Weitere Schwerpunkt-Maßnahmen in den nächsten 15 Jahren sind unter anderem der Neubau des Nachklärbeckens, der durch die neue wasserrechtliche Genehmigung und den veränderten Erfordernissen des Hochwasserschutzes veranlasst ist. Notwendig wird zudem der Neubau eines Betriebsgebäudes. Weiterhin muss das 40 Jahre alte System der Belebungsbecken einschließlich Belüfteraggregate und Rohrleitung saniert werden. Und auch die mittlerweile 20 Jahre alte, sehr energieintensive Zentrifuge zur Überschussschlammeindickung soll bereits 2017 durch ein stromsparendes Modell ersetzt werden. Diese beiden Maßnahmen sind ein weiterer Meilenstein in der Umsetzung der Energieanalyse.

Bürgermeister und Bauausschuss zeigten sich beeindruckt angesichts der vielfältigen Aufgabenstellungen der Kläranlage Zwiesel und des damit verbundenen Investitionsbedarfs. Einig war man sich darüber, dass unter Leitung des Betriebsleiters gute Arbeit geleistet wird. Zuversichtlich stimmte, dass auch die bevorstehenden Investitionen durch die Abwassergebühren gedeckt werden können und damit keine finanzielle Zusatzbelastung für die Bürgerinnen und Bürger zu erwarten sind.

Im Bild 1. Bürgermeister Steininger, die Stadträte Kollmaier, Pfeffer und Schmidt. Betriebsleiter Rauch bei der Erläuterung geplanter Investitionen.

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