Veränderte Zuständigkeiten im städtischen Feuerwehrwesen

von links: L.Wallner, J. Blöchinger, 1. Bürgermeister Franx Xaver Steininger, J. Schreindl, F. Schink

Bürgermeister Steininger informierte Kommandanten

Zwiesel. Veränderte Zuständigkeiten sowohl fachlicher als auch personeller Art im städtischen Feuerwehrwesen gab Bürgermeister Franz Xaver Steininger bekannt. Ergänzend zu den im Rahmen einer einberufenen Kommandantenbesprechung bekanntgegebenen Änderungen liegt nun auch eine Pressemitteilung aus dem Rathaus vor.
Eingangs der Kommandantenbesprechung vom vergangenen Mittwoch analysierte Bürgermeister Steininger zunächst die Ausgangsituation, um die Notwendigkeit für eine veränderte Organisationsstruktur zu verdeutlichen.

Vermehrt habe es in letzter Zeit Unstimmigkeiten gegeben, die auf mangelnde Absprache untereinander bzw. durch nicht ausreichende Regelungen bei der Festlegung der Zuständigkeiten verursacht worden wären, so Bürgermeister Steininger in seiner Bestandsanalyse. Gleichzeitig würde die gegebene Altersstruktur der mit dem städtischen Feuerwehrwesen beauftragten Beschäftigten zeitnahes Handeln erfordern. Nicht zuletzt wären aber gerade auch im Hinblick auf den nunmehr begonnenen Neubau des Feuerwehrhauses in Fürhaupten zeitnahe Neuausrichtungen unvermeidbar, um den stetig steigenden Anforderungen gerecht werden zu können.

Die gemachten Erfahrungen hätten gezeigt, dass eine eindeutige Regelung der Zuständigkeiten unabdingbare Voraussetzung für ein funktionierendes Feuerwehrwesen wäre. Demzufolge entsprächen die vorgenommenen Änderungen letztendlich dem besonderen Interesse aller beteiligten Wehren im Stadtgebiet.

Künftig, so informierte Bürgermeister Steininger, obläge dem Atemschutz-Gerätewart Jürgen Blöchinger, die eigenverantwortliche Arbeitsorganisation im Feuerwehrhaus. Dazu gehöre die selbständige Planung, Einteilung, Überwachung, Dokumentation und – soweit erforderlich – auch die Abrechnung von Arbeitsleistungen. Aufgrund seiner langjährigen Berufserfahrung sei der Atemschutz-Gerätewart Jürgen Blöchinger für die Übernahme der eigenverantwortlichen Arbeitsorganisation im Feuerwehrhaus geradezu prädestiniert. Dadurch könne man allen Ortsfeuerwehren einen kompetenten Ansprechpartner benennen, bei dem sämtliche Fäden zusammenlaufen würden. Um künftig Synergieeffekte noch besser nutzen zu können, werde man den Arbeitsbereich Fahrzeugunterhalt in Zukunft verstärkt in die Werkstatt des städtischen Bauhofes verlagern. Dort stünde mit Lutz Wallner eine ausgesprochene Fachkraft zur Verfügung. Wie bereits bisher werde der Bauhof-Mechaniker durch den Gerätewart Franz Wenzl unterstützt.
Die Doppelfunktion von Christian Erl als neuem Bauhofleiter und Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr garantiere auf nahezu ideale Weise eine enge Absprache untereinander.
Um der gegebenen Altersstruktur Rechnung tragen zu können, wären auch Änderungen in der Sachbearbeitung des Feuerwehrwesens das Gebot der Stunde. Wie Bürgermeister Franz Xaver Steininger den versammelten Kommandanten erläuterte, werde man deshalb das städtische Feuerwehrwesen künftig in die Hände von Florian Schink legen, der bereits jetzt mit der Vertretung des Ordnungsamtsleiters Josef Schreindl betraut sei.

Geplant sei eine schrittweise Einarbeitung, die größtenteils noch im 2. Halbjahr erfolgen solle. Florian Schink, werde dann voraussichtlich mit Wirkung zum 1. Januar 2017 eigenverantwortlich die Sachbearbeitung des städtischen Feuerwehrwesens übernehmen.

Wie Zwiesels Rathauschef weiter erläuterte, werde die Fertigstellung des neuen Feuerwehrhauses weitere Weichenstellungen erfordern. Man müsse künftig auf bevorstehende Verrentungen frühzeitig reagieren, um auch während notwendiger Einarbeitungszeiten Ausfallsicherheit garantieren zu können. Geplant sein außerdem, durch Fortbildungen aus dem Bereich des Bauhof-Personals dem Atemschutz-Gerätewart bei kurzfristig auftretenden Belastungsspitzen gezielt unterstützen zu können.

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