Die Unterirdischen Gänge – eine Zwieseler Besonderheit

Es waren die Kriege, marodierende Banden und andere feindselige Horden, die es früher notwendig machten, dass die Zwieseler in einem ausgeklügelten System unterirdischer Gänge Zuflucht suchen mussten. Dieses Gangsystem sicherte mit Fluchtwegen, Verstecken und Vorratskammern das Überleben in Zeiten von Bedrängnis und Not. Die Fluchtkeller sind somit auch ein wichtiges Zeugnis für die Stadtgeschichte Zwiesels und verdeutlichen anschaulich die existenzielle Bedrohung, der die Stadt Jahrhunderte lang ausgesetzt war.

Erstmals angelegt wurden die Gänge wahrscheinlich im Spätmittelalter, in den folgenden Jahrhunderten wurden sie Zug um Zug weiter ausgebaut. War das ausgedehnte Gangsystem im 18. Jahrhundert noch fast völlig intakt, wurden große Teile durch die insbesondere nach dem 2. Weltkrieg einsetzende Bautätigkeit verfüllt und zerstört.

Nach Wiederentdeckung wurde über mehrere Jahre daran gearbeitet, einen Teil der Gänge wieder herzustellen und begehbar zu machen. Seit Sommer 2007 kann man einen Teil der Anlage unter sachkundiger Führung besichtigen. Eine Anmeldung ist zwingend vorab in der Touristinfo (Stadtplatz 27, 94227 Zwiesel; Tel. 09922 8405-23) erforderlich, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist.

Führungen Hauptsaison Nebensaison
Montag 16:00 Uhr ----
Dienstag 16:00 Uhr 16:00 Uhr
Mittwoch 16:00 Uhr ----
Donnerstag 16:00 Uhr 16:00 Uhr
Freitag 16:00 Uhr ----
Samstag 16:00 Uhr 16:00 Uhr
Sonntag ---- ----
Eintrittspreise mit Gästekarte ohne Gästekarte
Erwachsene 3,00 € 6,00 €
Kinder 2,00 € 2,00 €
Gruppenpreis 45,00 €  

Mit der aktivCard Bayerischer Wald ist der Eintritt kostenlos.

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