Aktuelles aus dem Schulalltag

Grundschul-Wolfauslasser trotzen dem Regen

Während man früher mit dem Geläute der Glocken wilde Tiere, sowie Geister und Dämonen fernhalten wollte, so versuchten die Kinder der Grundschule Zwiesel am Martinstag, den Regen zu vertreiben. 56 Kinder, Mädchen und Jungen aus allen 4 Jahrgangsstufen hatten sich pünktlich an „Martini“ mit ihren Glocken versammelt und zogen lautstark auf den großen Pausenhof. Zu Beginn erklärte Leon Weghofer die Entstehung dieses alten Brauchs. Er beschrieb, dass das Läuten nicht nur zur Abschreckung diente, sondern dass man damit auch die Freude über eine gelungene Ernte und den verlustlosen Weideaufenthalt der Kühe zum Ausdruck bringen wollte. Er erwähnte, wie stolz man sei, dass man hier im Bayerischen Wald noch den Brauch des Wolfauslassens aufrechterhalten könne. Daraufhin gaben die kleinen und großen Wolfauslasser mit ihren ebenso unterschiedlich großen Glocken ihr Bestes. Der „Hirta“ Christoph Pauli führte sie routiniert an und trug auch seinen Spruch überzeugend vor. Es bereitete allen sichtlich Freude, denn auch der Regen konnte sie nicht davon abhalten, ihre Runden zu drehen und den Zuschauern eine möglichst laute Darbietung zu geben. Nachdem die Wolfauslassergruppe mit einem kräftigen Applaus verabschiedet wurde, zeigten die beiden „Droscherer“ Elias Frisch und Korbinian Weiderer noch ihr Können. Auch ihre Vorführung kam beim Publikum sehr gut an und wurde kräftig beklatscht. Auch wenn es nicht gelang, den Regen zu vertreiben, so befinden sich sicherlich in der Nähe der Schule jetzt keine wilden Tiere mehr, denn diese haben bestimmt vor den Grundschülern Reißaus genommen.

 

Überraschung für die Klasse 2a

Groß war die Überraschung, als letzten Montag vor den Ferien Marie aus der 2a ins Klassenzimmer kam. Sie hatte einen großen Karton dabei. Was da wohl drin war? Nach kurzer Raterei lüftete sie das Geheimnis: Lauter leckere Kekse, gefüllt mit Marmelade und mit dem Anfangsbuchstaben jedes Vornamens! Da die Kinder zur Zeit über verschiedene Berufe lernen, hatte Marie auch von der Bäckerei Stadler in Lindberg (ihre Großeltern ) erzählt und mit ihnen den Plan für diese sehr gelungene Überraschung geschmiedet. Nachdem die Kinder die Kekse verspeist hatten - es blieb kein Brösel übrig – überlegten manche sogar, später auch einmal den Bäckerberuf zu erlernen.

Vielen Dank an die Bäckerei Stadler in Lindberg! Mit ihrer Arbeit haben sie den Kindern eine große Freude bereitet.